Bewertung:
Label:
Virgin / EMI
Released:
2010-02-05
Stil:
Electronica / Experimental / HipHop
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Mit "Heligoland" präsentieren uns die aus Bristol stammenden Massive Attack einen Langspieler, der in Gänze sicherlich nicht als neu bezeichnet werden darf, entstammen drei seiner Songs doch der im Jahre 2009 veröffentlichten "Splitting The Atom"-EP. Mit "Pray For Rain" (feat. Tunde Adebimpe, TV On The Radio), "Psyche" (feat. Martina Topley Bird, ex-Tricky) und schließlich "Splitting The Atom" wurde im letzten Jahr bereits eine musikalische Entwicklung vorgezeichnet, die in Tagen wie diesen sicherlich überall funktionieren dürfte, auf den Tanzflächen dieser Welt jedoch sicherlich nicht mehr. Doch eben dies scheinen Massive Attack jedoch auch gar nicht mehr anzustreben. Anders ist die ruhige, melancholische und gleichsam intensiv anmutende Ader von Kompositionen wie "Psyche" und "Pray For Rain" auch gar nicht erklärbar. Mit "Babel" lässt die Band jedoch Qualitäten erkennen, die durchaus noch in Richtung Tanzfläche verweisen, punpen die latent stets vorhandenen Breakbeats den Song doch stets voran und lassen einen denkbar gelungenen Gegenpart zum sonst doch vergleichsweise ruhig wirkenden Album entstehen. Auch mit "Rush Minute" setzen Massive voll und ganz auf Lautstärke und Tempo, diese Momente sind auf dem Gesamtwerk "Heligoland" jedoch ganz klar in der Unterzahl.
Das Schöne an "Heligoland" ist seine ambivalente Ader. Man könnte fast schon den Eindruck bekommen, Massive Attack wüssten nach all den Jahren nicht so recht wissen, in welche Richtung die musikalische Reise denn nun gehen soll. Das Ergebnis dieser scheinbaren Zerrissenheit ist ein abwechslungsreiches wie auch ausgereiftes Album, das an mancher Stelle fast schon Sog-Wirkung entwickelt.
(Dennis Grenzel)
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