Bewertung:
Label:
Geffen / Universal
Released:
2010-02-19
Stil:
Alternative Rock
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Baseballkappenverkehrtherumträger Fred Durst nahm sich vor nicht einmal zehn Jahren einer Band namens Puddle Of Mudd an und stellte sich eben diese ohne kommerziell ausgerichtete Zweifel in seinen eigenen Stall. Wes Scantlin durfte bleiben, die anderen Bandmitglieder wurden binnen kürzester Zeit durch Dursts eigene Auswahl ersetzt. Es schien seinerzeit fast schon so, als wolle sich Fred Durst seinen eigenen Nirvana-Klon bauen. Und man höre und staune: Das ist ihm sogar gelungen.
Und auch auf "Volume 4: Songs In The Key Of Love And Hate" – der Titel dieses Werkes lässt es bereits erahnen – haben Puddle Of Mudd unglaublich wenig zu erzählen. Da wird mit vielen Worten bereits umschrieben, dass es sich hier lediglich um sinnleere Phrasendrescherei handelt, die ein jeder normal denkende Mitteleuropäer binnen kürzester Zeit dürfte entlarven können. Und als wäre dem nicht schon genug, so haben Puddle Of Mudd in musikalischer Hinsicht ebenso wenig zu bieten. Da wird schlichter Alternative Rock zum Besten gegeben, von dem man bereits während des ersten Hördurchgangs weiß, dessen griffige Melodien ausschließlich dazu führen sollen, die Band erneut in die Charts zu bugsieren. Mit echter und authentischer Musik hat "Volume 4: Songs In The Key Of Love And Hate" tatsächlich nichts zu tun. Vielmehr gleichen die zehn darauf befindlichen Songs leeren Hülsen ohne Echtheit, Sinn und Verstand.
Natürlich hat das auf "Volume 4: Songs In The Key Of Love And Hate" Befindliche Chart-Potenzial, jedoch lediglich aus dem Grund, dass es niemanden in seinem Leben einschränkt oder gar stören dürfte. Zu Songs wie "Spaceship", "Blood On The Table", "The Only Reason" und nicht zuletzt "Better Place" kann man kochen, Möbel kaufen, Auto fahren, essen, lernen oder aber schließlich sogar auch schlafen. Warum es wieder einmal die ganz Großen sind, die Angst vor dem Mut haben, ist unfassbar. Aber zumindest nachvollziehbar.
(Dennis Grenzel)
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